19 Dezember 2007

Weihnachtsgeschenke

.... oder Gedanken zum Fest der Liebe

Im Radio läuft ein Spot, der so schön beginnt: mit Aufzählungen über Menschen, die etwas ganz Besonderes sind in unserem Leben und die es verdient haben, daß man sie am Fest der Liebe mit etwas ganz Besonderem und ganz liebevollen Präsenten bedenkt. Die Empfehlung des Spots - man soll "den Besten" in unserem Leben doch "die Besten von Fer...o" schenken.

Alles klar....? Oder doch nicht....?

Was sind uns die besonderen Menschen in unserem Leben wert? Eine Pralinenmischung, die es im Angebot für 2,99 Euro beim Discounter gibt? Hoffentlich nicht...... ich möchte nicht so ein besonderer Mensch sein, denn ich stelle mir unter dem Fest der Liebe doch etwas anderes vor:

Weihnachten ist die Zeit der Besinnung und des Dankbarseins für all die lieben, großartigen Menschen, die unser Leben bereichern, im Alltag kleine Engel für uns sind, in guten und schweren Zeiten für uns da sind - egal ob sie zur Familie gehören oder nicht. Freunde fürs Leben oder einfach die besonderen Menschen, die selbst oft nicht wissen, wie sehr sie uns wichtig sind.

Gerade diesen Menschen sollte man zu Weihnachten eine Freude bereiten, an sie denken, ihnen auch einmal Danke sagen und sie lieb in den Arm nehmen.

Und was schenkt man diesen lieben Menschen? Bestimmt keine Pralinenpackung aus dem Supermarkt-Regal.... Oder sehe ich da etwas falsch?

Bei uns wird gebastelt, genäht und gemalt. Dabei werden Lieder gesungen und Plätzchen oder Christstollen gefuttert und beim Werkeln schon an die zu Beschenkenden gedacht und sich eben richtig Gedanken gemacht, über was sich unsere Freunde und die Familie wirklich freuen würden.

Selbstverständlich wird auch gekauft, aber mit Gedanken und nicht nur, weil es ein Schnäppchen ist. Was ist bloß los mit unserer Gesellschaft? Ist Geiz wirklich Geil und gilt das jetzt auch für Weihnachten? Warum liegen High-Tech-Geräte wie Playstation in allen Varianten, Flachbildschirme, MP3-Player und lauter anderer Schnickschnack unter dem Weihnachtsbaum? Damit man sich keine Gedanken machen muß und der Geist von Weihnachten uns nicht umhaut.....

Ich muß immer wieder an einen Artikel denken, den ich gelesen habe: was würde wohl passieren, wenn "Weihnachten" heute noch einmal passieren würde....?

Ich für meinen Teil freue mich auf die selbstgebastelten Sachen meiner Kinder, die sie mir seit Wochen mit stolzgeschwellter Brust ankündigen :o) Ich freue mich darauf, zu sehen, wie sich die Kinder über Kleinigkeiten freuen, die nicht teuer, aber mit Liebe selbst gemacht sind, auspacken werden. Ich freue mich auf das Verlesen der Weihnachtsgeschichte und den Besuch des Gottesdienstes - weil unsere Kinder noch wissen, um was es bei Weihnachten wirklich geht! Auch kleine Kinder mit 5 und 7 Jahren können den Gedanken des Weihnachtsfestes begreifen - vielleicht besser als so mancher Erwachsene in unseren Tagen, der 5 Tage vor Weihnachten noch durch die Kaufhäuser hechtet.

Für unsere Familien und Freunde haben wir uns Gedanken gemacht und werkeln fleißig mit Weihnachtsliedern auf den Lippen - ich habe mich neulich erwischt, wie ich im Takt der Nähmaschine "Jingle Bells" gesummt habe - das ist Weihnachtsfeeling für Hobbyschneiderinnen :o))

Und ich werde hier noch nicht posten, was meine Weihnachtsbastelschmiede in diesen Tagen alles zaubert, denn es sollen ja Überraschungen sein. Und ich freue mich auf die Strahleaugen am heiligen Abend - auch ohne Pralinen.......
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