10 Juni 2012

Jede Krise bietet auch eine Chance

Hallo Ihr Lieben,


ich habe in den vergangenen Tagen viele Gefühle durchlebt: von der Dankbarkeit, nicht verletzt worden zu sein, zur Enttäuschung über den Verlust meiner Arbeit (und natürlich auch des Lohnes) bis hin zu Wut über die Verkommenheit mancher Menschen.

Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken, auch neben all den Telefonaten und Behördengängen. Vielleicht zu viel, aber ich denke, die erzwungene Auszeit hat auch irgendwie wieder gut getan.

Ich habe Entscheidungen treffen können, die ich vielleicht sonst nicht in diesem Ausmaß getroffen hätte oder erst auf später vertagt hätte. Zeit genug, um über das Leben selbst nachzudenken und über mich selbst und meine Familie.

Und ich habe beschlossen, mich von diesem eingreifenden Ereignis nicht runterziehen zu lassen. Ich lasse mich nicht unterkriegen! Nein, ich nicht! Ich werde nach vorne schauen - Vergangenes lässt sich nicht mehr ändern. Und alles "wenn" und "hätte" und "vielleicht wäre" helfen mir nicht weiter und machen es nicht ungeschehen.

Ich hatte Pläne geschmiedet, wie es nach der Messe weitergehen sollte und ich wollte Änderungen in meiner Arbeit und meinem Leben vornehmen. Im ersten Schockmoment war der Gedanke: das kann ich jetzt vergessen, denn die Einnahmen waren natürlich auch ein Punkt, der mir die Umsetzung meiner Pläne ermöglicht hätte. Aber da sich dies nun nicht mehr ändern lässt, muss ich nach vorne sehen.

Gerne hätte ich meine neuen Pläne sofort umgesetzt, jetzt muss ich noch ein wenig weiter daran arbeiten, aber dieser Rückschlag wird mich nicht davon abhalten! Im Gegenteil - mein Kampfgeist ist  nun geweckt - ich werde noch weiter und härter daran arbeiten, meine Lebensträume zu verwirklichen!

Denn mit dem Grübeln und den Gedanken kam auch die Erkenntnis: es gibt wichtige Dinge im Leben, die man sich nicht kaputt machen lassen sollte. Und meine Kreativität und mein Elan sind meine großen Pluspunkte, die mir immer durchs Leben geholfen haben - und das lasse ich mir von solch einem geistigen Tiefflieger nicht nehmen - mag er mit meinem Geld und meiner persönlichen Habe glücklich werden, aber das was ich bin und kann wird er mir nie nehmen können!

Ich bin dankbar, eine Familie zu haben, die mich immer unterstützt und die mich in den letzten Tagen so gut aufgefangen und umsorgt hat. Ich bin froh um die vielen lieben Menschen, die sich um mich kümmern, sei es per Mail, über die vielen Kommentare oder eben auch die ganz persönlichen, die mich angerufen oder auch in den Arm genommen haben. Es ist von unschätzbarem Wert, eine Welt um sich herum zu haben, die voller Liebe und Freunde ist - und das kann mir niemand nehmen!

Daran glaube ich fest und es ist auch irgendwie ein schönes Gefühl - in der Krise oder in Zeiten, in denen es einem einfach nicht gut geht - zu wissen, da sind Menschen, die sich um einen sorgen und einen lieben. Mehr kann ich mir nicht wünschen.

Und deshalb sehe ich diese persönliche Krise auch als Chance... mein Leben neu zu gestalten, meine Pläne und Lebensträume trotzdem umzusetzen und dankbar zu sein für das, was das Leben mir bietet. Und von Rückschlägen habe ich mich noch nie aufhalten lassen - und so soll es nun auch sein. Das Leben geht weiter, geldlich ärmer ja, aber niemals seelisch - denn alle Erfahrungen die man macht im Leben, bringen einen weiter und machen uns schließlich zu dem, was wir sind!

So erschließt sich mir langsam doch der Gedanke, dass alles einen Sinn hat im Leben - und ich versuche, die Chance, die sich mir gerade bietet zu ergreifen und meine Pläne umzusetzen. So soll es sein und ich sehe nach vorne - bereit anzunehmen, was das Leben mir noch zu bieten hat!

Seid lieb gegrüßt und danke fürs Lesen meines "Wort zum Sonntag" :)

Eure Jennifer
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